Eifel-Blues neu 2 300

GRAFIT-Verlag Dortmund,  November 1989, Nr. 442
(1. Auflage: Mai 1989 - Weltkreis-Krimis im Verlag Pahl-Rugenstein,
seither Grafit Verlag, Dortmund)
ISBN: 3-89435-442-4
Taschenbuch, 264 Seiten

Eifel-Blues 300
Eifel-Blues Hörbuch 300

LIDO - der Hörbuchverlag bei Eichborn,
Frankfurt, 2003
ISBN: 3-8218-5247-X
Hörbuch, 3 Audio-CD´s
Gelesen von:
Dietmar Bär (Siggi Baumeister)
Günter Lamprecht (Rodenstock)
Regie: Maria Franziska Schüller

 

Eifel-Blues

Was will eine Prostituierte aus Köln nachts in der Eifel?  Es ist kaum zwei Tage her, wir haben drei Leichen, zwei halbtotgeschlagene Männer, und eigentlich wissen wir nichts. Sie sollten mir schnell die Rechnung machen, Herr Doktor”
“Glauben Sie, daß sie keine Zeit mehr haben, um mich zu bezahlen?”
Er grinste.

Drei Tote neben einem scharf bewachten Bundeswehrdepot in der Eifel: Verkehrsunfall? Eifersuchtstragödie? Spionageaffäre?
Der Journalist Baumeister wird krankenhausreif geschlagen, sobald er seine Recherche begonnen hat. Aber das macht seine verbissene Wut nur noch größer.

Im ersten Krimi der Serie (die 1989 durchaus nicht als Serie geplant war) muß sich Baumeister mit aggressiven Soldaten und einer Desinformationskampagne der Militärs herumärgern. Hohbach, der Ort des Geschehens, ist fiktiv. Das bei Reetz (Gemeinde Blankenheim) gelegene, heute noch als Ruine des Kalten Kriegs sichtbare Nike-Raketensilo diente  Jacques Berndorf als Vorlage für das Bundeswehr-Depot des Romans.
Der Journalist Baumeister und die Pressefotographin Elsa sind auch privat ein Paar, allerdings ist es eine schwierige Beziehung. Kriminalrat Rodenstock und die Katze Krümel betreten die Bildfläche.
Obwohl der zeithistorische Hintergrund (Spionage-Lkw aus der DDR) überholt ist, erfreut sich >Eifel-Blues< heute anhaltender Beliebtheit.

Kritiken:

“Eine Eifel, völlig in der Hand der Bundeswehr, angesiedelt um Giftgasdepots, abhängig von betrunkenen Soldaten, überwacht von MAD-Schurken. Dazwischen nun der Journalist Baumeister, der eigentlich nur seine Ferien im ehemaligen Bauernhaus genießen will, wobei ihn aber gleich anfangs seine Katze durch einen originellen Krimi-Anfang stört.”
Prof. Erhard Schütz, WDR, 08.09.1989

“Ein Buch voller Wut, das aber, obwohl von einem Journalisten geschrieben, nie zum Leitartikel wird, sondern die Politik vollständig in die Handlung überführt. Brillant insbesondere der Schluß, wenn Baumeister, der Indizien, aber nicht genügend Beweise hat, in einer Art Pokerspiel mit zwei Beamten des Verteidigungsministeriums in Bonn die ihm noch fehlenden Tatsachen ans Tageslicht fördert.”
Frankfurter Rundschau, 10.02.1990

“Bis fast ganz zum Schluß gelingt es dem Autor, seine Leser derart im Dunkeln tappen zu lassen wie vielleicht selten. Da nutzt es auch nichts, daß die dargestellten Eifelaner als verschwiegene Plappermäuler heftig Gerüchte über die Morde in die Gegend streuen; es kommt irgendwie doch alles anders, als man denkt. Aus der Eifel für die Eifel und auch für den Rest der Krimi-Fans geschrieben, liest sich >Eifel-Blues< locker in einem leicht zu lesenden Stil.”
Krimi-Forum.de 17.07.2000